Auch das gehört dazu…

Hab lange überlegt ob ich es schreiben soll oder nicht.
Aber Anton hat mir keine Ruhe gelassen…

Die Reise wird abgebrochen und der mühselige Weg nach Hause angetreten.
Die Gründe hierfür kann ich nur in mir selber finden, aber dafür brauche ich Hilfe…
Meine Gesundheit ist am unteren Ende angekommen und nach
einem Monat ohne Schlaf ziehe ich die Reissleine.

Ja, ich habe Alles gegeben und Vieles geopfert um hierhin zu kommen, aber das Alles zählt nicht wenn dein Körper nicht mehr will.
Eine meiner teuersten Erfahrung die ich je gemacht habe.

Wünscht mir Glück das ich den Wagen zu einem einigermaßen guten Preis verkauft bekomme (sieht aber eher schlecht aus).

Ich wünsche Euch alles Gute und freue mich die in der Heimat wiederzusehen und bin traurig die Freunde hier nicht mehr treffen zu können.

Aber alles hat seinen Grund.

Der Blog ist somit beendet.

Reiseroute ade

Heiner sitzt in seinem Stuhl und räußpert sich ab und zu…
“Ah, soso, hmmm, stimmt,  Ja genau.”
Er ist in so ein Buch vertieft und der Titel läßt es schon erahnen: SLOW TRAVEL.

Heiner: “Das stimmt total in dem Buch, ich merke auch wie mir dieses Routennachfahren tierisch auf den Senkel geht. Immer auf der Hatz und wehe Du verpasst ein Highlight… Aber kommt es darauf eigentlich an? Nein, es geht doch ums Reisen und nicht um die Abgrasung von diversen Seheswürdigkeiten oder Tracks!”

Ich: “Ja, aber durch dein einjähriges Vorbereiten und Aufbereiten des Routebooks sind wir doch nun in der Lage die bestmögliche Reise zu gestalten?”

Heiner: “Für was für einen Preis? Trotz der vielen Zeit die wir haben müssen wir uns an Gegebenheiten halten und wenn diese dann nicht passen, warum auch immer, stehen wir ganz schön blöd dar…
Neeeeneee, damit ist jetzt Schluss. Ab sofort reisen wir frei Schauze. Kein Ziel, kein Plan, einfach so.”

Ich: “Und ich? Was ist mit den Versprechungen alles Wichtige in DownUnder zu sehen? Das find ich nicht fair!!!”

Heiner: “Doch doch, du wirst schon noch Vieles tolles sehen, aber nehmen wir zum Beispiel mal eine Beach, ob es nun diese oder jene Beach ist macht doch kein Unterschied? Im Gegenteil, die als wichtig bezeichneten Beaches sind doch sowieso fast alle immer sehr gut besucht. Oder die Dinger auf der Great Ocean Road… Twelve Apostels und so sind dermaßen stark frequentiert dass sie sogar schon die Parkplätze dafür sperren bzw. Kontrollpersonen die Ein- und Ausfahrt regeln. Das willste doch auch nicht oder?”

Ich: “Neee, das will ich och nicht, ich lass mich mal überraschen.”

Hier also unsere ungerouteten Bilder und Videos.

Heiner’s “Abkürzung erwies sich als mehr als schwierig, hier nur die leichtesten Passagen”

Kein Kommentar…

Wir hatten ein paar schöne Tage mit/bei Frieda in Albany, DANKE !

 

Twelve Apostels und auch noch wo anderes: Parkplatz VOLL!!!

Es geht los…

Neben mir steht ein großes Glas Ale und ich bin bereit die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Bei Gitte und Günter war es echt relaxt und ohne diesen schönen Zufluchtsort wäre es mit der Ausstattung und Vorbereitung des Autos echt schwer geworden.

Aber irgendwann muss es auch weitergehen. Und das tat es auch.
Heiner wollte zuerst umbedingt in den Nambung NP um die Pinnacles mit der Drohne zu filmen.
Nix da, schwer verboten und selbst als ausgewiesener Journalist bekommt er keine Fluggenehmigung.

Dann eben nicht, PAH, die können mich mal. .
Bei Lancelin muss Heiner dann doch die Drohne auspacken um eine verstreute Düne zu filmen.
Trotz drohendem Regen steigt die Maschine auf und die ersten Aufnahmen entstehen…

Etwas holprig, aber er kann ja noch üben.

Nach den ersten Einlebungstagen mit Strand und Co. Kommt so langsam das Reisefieber auf.

Man kann Heiner seine Erlösung förmlich aus den Augen ablesen als endlich der erste “kleine” Offroadtag startet. Nach Margret River und den üblichen Pflichtsehenswürdigkeiten fahren wir quasi den ganzen Tag durch irgendwelche Wälder über teilweise stark ruckelnden Gravelroads.

Das wird dann durch ein kühles Bad in irgendeinem Naturpool beendet.

Heiner ist glücklich und auch mir fängt die Sache an Spaß zu machen.

Wir denken an alles andere als irgendwie am Blog zu machen… Dem Leser sei ein leises “SORRY” in die Gehörgänge gespült…
Wir kündigen Besserung an!

Abends dann der Horror überhaupt…
Bier ist alle!!!” schreit Heiner ins Gebüsch, und das am Sonntag…
Das ist dann doch die erste große Krise…
Aber zum Glück weiß der Typ vom Campground rat und schick Heiner zum Clubhouse.
2 Ale, mehr schafft er gar nicht, aber  die dafür mit musikalischer Begleitung.

Übrigens kämpfte Heiner heute mit Erfolg gegen seine Höhenangst an.
Der Gloucester Firetree wurde bezwungen.

Heiner meint das die Höhenangst ihn ab heute am

Küssen könnte.

Heute gab’s dann mal Heiners Spezial Dinner:
Nudel mit Soße von Vortage aufgepeppt mit ner Zwiebel und ein paar Champions…
War sogar essbar…

Fortsetzung folgt bestimmt….

Angekommen, mit Hindernissen

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier spricht der Kapitän.
Aufgrund von technischen Schwierigkeiten mit der Hydraulik wird sich der Abflug verzögern…
Ich werde ihnen weitere Informationen sobald wie möglich zukommen lassen…

Oh Mann, das fängt ja gut an. Da reisen wir extra einen Tag früher an um bloß keinen Stress zu haben und pünktlich weg zu kommen und nun dass.
Mitten auf irgendeiner Rollbahn stehen wir und es wird warm im Flieger weil die Klimaanlage ausgeschaltet werden muss.

Nach 2 Stunden die erlösende Nachricht vom Kapitän:
Es tut uns sehr leid, aber die Techniker können noch nicht absehen wie lange die Reparatur noch andauern wird.
Wir bitten Sie alle auszusteigen und ihr Handgepäck mitzunehmen.
Draußen werden Ihnen Busse zur Verfügung gestellt und Sie werden zu einem kostenlosen Abendessen in ein Restaurant gefahren.

Unruhe macht sich breit und für uns ist jetzt schon klar dass wir unseren Anschluss-Flug nicht mehr erreichen können.
Schlussendlich heben wir nach 7,5 Stunden ab und hoffen dass die Techniker keine Schraubenzieher im Fahrwerk vergessen haben.
In Singapore Airport ist alles Weitere schon organisiert und ca. 3 Stunden später sitzen wir dann im nächsten Flieger nach Perth.

Es ist Nacht in Perth und die Abholung durch meine Freunde fällt flach. Dafür gibt’s ne Fahrt in einem original englischen Taxi mit, wirklich wahr, einem Turban tragenden Inder.

Die nächsten Tage werden mit der Ausrüstung und dem Umbau des Wagens verbracht bis wir ihn schließlich zur fachgerechten Untersuchung durch einen Kfz-Mechanikers für 2 Tage abgeben müssen.

Zwischendurch haben wir noch ein / zwei kleinere Ausflüge in Perth gemacht um zumindest einmal etwas Abwechslung vom Einkaufen, Umbauen und Relaxen zu haben.


 

Heiner ist wie ausgewechselt und ich habe noch nie jemanden so schnell so tiefenentspannt gesehen wie ihn.
Auch die knapp 1000 Euro Umbauarbeiten und Ausstattung für den Wagen kratzen ihn mehr als gar nicht.
Dass der Kfz-Mechaniker mal eben ca. 1600 $AUD für die Reparaturen veranschlagt erzeugen bei ihm noch nicht einmal ein Augenzucken.
Ich bin innerlich schon am Rechnen und hoffe insgeheim auf bessere Kosteneinsparungen wären der Reise.

Um mich Abzulenken legt mir Heiner eine Australienkarte vor und ich kann zumindestens einmal den Anfang der Reise mit dem Finger nachzeichnen.

Für die auch mal betroffenen Flugverspätungsopfern 2 interessante Links bezüglich Entschädigung:
Flightradar24 – Flüge nachverfolgen
Flightright

Ganz am Rande noch ne Frage:
Viel Sand und viel Wind = ???
Richtig… Viel Sandverwehung.
Was macht der kluge Australier dagegen?
Sprüht Kleber auf den Sand (das grüne Zeug hier auf einer Baustelle bei Joondalup)